• Deutsche Umtriebe

  • Einleitungstext zur Veranstaltungsreihe gegen Geschichtsrevisionismus „Deutsche Umtriebe“ von AFBL und LeA, die als Kritik zur Ausstellung "Flucht, Vertreibung, Integration" im zeitgeschichtlichen Forum organisiert wurde vom April 2007.

    Nachdem Auschwitz grundsätzlich anerkannt ist und über die spezielle Verantwortung der Deutschen diskutiert wird, kommt es gerade in letzter Zeit zu einer verstärkten Thematisierung der „Leiden“ der Deutschen in und nach dem Krieg. Während früher nur Stimmen aus dem rechten Lager eine Anerkennung des angeblichen Unrechts gegen „Vertriebene“ forderten, ist sie heute gesellschaftlicher Konsens geworden.

    Broschüre zur Veranstaltungsreihe April 2007 Weiter lesen ...
  • Alles Teil des Systems

  • Dieser Text ist 2007 in der vom Antisexismus Bündnisses Berlins herausgegebenen Broschüre „As.ism_2“ erschienen und ist die gekürzte und überarbeitete Version des Textes „Sexismus – Vom Allgemeinen zum Besonderen“ (2001).

    Das Geschlechterverhältnis war und ist Transformationen unterworfen, die Situation von Frauen hat sich verbessert und der soziale Handlungsrahmen für Männer erweitert, aber immer noch ist das Verhältnis ein hierarchisches. Schließlich haben gesellschaftliche Veränderungen zwar zu einer formellen Gleichbehandlung der Geschlechter z.B.

    As.ism #2 2007 Weiter lesen ...
  • »Im Iran herrscht ein religiöser Faschismus«

    Interview mit Fathiyeh Naghibzadeh

  • Fathiyeh Naghibzadeh, die vor zwanzig Jahren aus dem Iran ins Exil nach Deutschland gegangen ist, studiert an der Berliner Humbold Universität Gender Studies und Erziehungswissenschaften. Im Rahmen eines Gender Studies Seminar entstand der Film Kopftuch als System, in dem Exiliranerinnen und ihre Position als politische Frauen im Iran und in Deutschland porträtiert werden. Der antifaschistische Frauenblock Leipzig (AFBL) befragte Fathiyeh Naghibzadeh unter anderem zur Stellung von Frauen im Iran und den Diskussionen in Deutschland.

    PHASE 2: Seit der Wahl Ahmadinejads und der Konferenz »A World without Zionism« sowie dem Streit um das Atomprogramm, ist der Islamismus im Iran verstärkt in der Diskussion in Deutschland. Kann man hierbei von einer neuen Entwicklung sprechen? 

    Fathiyeh Naghibzadeh: Wenn man die neuere Entwicklung im Iran betrachtet, sollte man schon 1990 anfangen.

    Phase 2: 22 Winter 2006 Weiter lesen ...
  • Kopftuch als System

    Einleitung zur Veranstaltung mit Fathiyeh Naghibzadeh am 04.10.2006 im Conne Island

  • Die Diskussion über Unterdrückung von Frauen im Islam hat in den vergangenen Jahren an medialer Präsenz gewonnen und wird in einem breiten gesellschaftlichen Kontext wahrgenommen und diskutiert. Die Rolle der Frauen, die nur in Abhängigkeit zu Männern gedacht und nur in ihrer Mutterrolle geachtet werden, wird vermehrt kritisiert. Zum einen liegt dies an der öffentlich geäußerten Kritik betroffener Frauen. Zum anderen vermehrte sich angesichts des Terrorismus nach dem 11.

    CEE IEH #137 November 2006 Weiter lesen ...
  • Festung Europa niederreißen – Smash Fortress Europe

    Redebeitrag bei der antirassistischen Demo am 10.12.2005 in Leipzig

  • Rassismus und Ausgrenzung sind elementarer Bestandteil der europäischen Union. Jedes Bündnis bedeutet eine Abgrenzung nach außen. Im Falle der europäischen Union ist diese Abschottung besonders brutal, wovon die tausende ertrunkenen, erstickten, erschossenen Menschen, die diese Grenzen passieren wollten, zeugen.

    Die europäische Asyl- und Einwanderungs- bzw. Abschottungspolitik ist ein grundlegendes Element europäischer Vergemeinschaftung. Wenn sich die Mitgliedsstaaten auch in Bezug auf Beitragszahlungen oder Agrarpolitik uneinig sind, können sie sich zumeist schnell einigen, wenn das Grenzregime verschärft werden und Migration verhindert werden soll.
    Kurzum: auf keinem Gebiet wurde in den letzten Jahren so viel, so schnell und so unbürokratisch vergemeinschaflicht wie in der europäischen Asyl- und Einwande-rungspolitik. Migrationspolitik heißt in Europa in erster Linie Sicherheitspolitik.

    Dezember 2005 Weiter lesen ...
  • Gegen Deutschland

    Über das Verhältnis zur nationalen Besonderheit sowie zur bürgerlichen Gesellschaft im Allgemeinen als Massgaben einer linken antideutschen Praxis

  • Politische Gruppen müssen zwangsläufig ein Verhältnis zu dem Staat und der Gesellschaft entwickeln, in denen sie ihre Positionen veröffentlichen und agieren. Implizit geschieht dies ständig, in der Ablehnung bestimmter politischer Entscheidungen, durch Verweise auf antiemanzipatorische Ideologien in der Bevölkerung oder Unmutsäußerungen wie "kill the nation". Nun mag dies zunächst wie ein Allgemeinplatz klingen, da doch linke Politik, wenn sie kritisiert oder alternative Gesellschaftsformen proklamiert, aktuelle Zustände als Ausgangspunkt hat. Jedoch ist das Verhältnis zur Nation nicht mit einem einfachen "abschalten" oder "von der Karte streichen" geklärt. Die Verhältnisse, die die Grundlage jeglichen Handelns bilden, sind mit Staat und Nation nur unzureichend beschrieben: Vergesellschaftung, Geschichte und nicht zu letzt kapitalistische Totalität sind ebenfalls Kennzeichen dieser Verhältnisse.

    Phase 2: 16 Sommer 2005 Weiter lesen ...
  • Antiamerikanismus ist kein Antikapitalismus

  • Dieses Flugblatt wurde erstmalig im Sommer 2005 zum Anlass des Deutschen Sozialforums (DFS) in Erfurt verteilt. Es ist als allgemeines Flugblatt gegen Antiamerikanismus gedacht, und soll ähnlich wie "Coole Kids tragen kein Palituch" bei jeder Gelegenheit zur Hand sein, wenn zu erwarten ist, sich mit Antiamerikanismus konfrontiert zu sehen. Der Text vermittelt leichtverständlich Grundsätze der Kritik am Antiamerkanismus. Gruppen, die diesen Text mitunterzeichnen möchten, können sich gerne an uns wenden. Seit Februar 2006 gibt es den Flyer auch in gedruckter Version.

    Einleitung:

    Wenn Bush nach Deutschland kommt, finden sich schnell ein paar tausend Menschen zusammen, die mit „Bush – Terrorist Nr. 1“ Schildern auf der Straße demonstrieren. Wenn die USA Krieg führen, kommen gleich ein paar Millionen zusammen.

    Incipito #19 2005 Weiter lesen ...
  • ['fai(e)r] – No tears for krauts

    Aufruf des bundesweiten Bündnisses 12./13.Februar 2005

  • Wenn sich zu den diesjährigen »Trauerfestspielen« in Dresden das deutsche Volk die Seele aus dem Leib heult, ist das für uns - Antifas und GegnerInnen Deutschlands - ein Grund zur Freude. Die Bombardierung Dresdens steht für uns für die sich abzeichnende Niederlage Deutschlands, für die demoralisierende und somit kriegsverkürzende Wirkung innerhalb der deutschen Bevölkerung und damit auch für die Rettung der wenigen verblieben Jüdinnen und Juden. Das Supergedenkjahr 2005 steht an und somit neben dem sechzigsten Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus auch die üblichen Rituale des »Gedächtnisortes« Dresden. Der Lauf der erinnerungskulturellen Dinge wird sich an beiden Daten nicht aufhalten lassen. Die Kontinuität der Erinnerungsabwehr, die in ihrer aktuellen modernisierten und weltoffenen Variante auch mit Schuldannahme jongliert, kann hingegen par excellance bebildert werden.

    Herbst 2004 Weiter lesen ...
  • Die neue Heimat Europa verraten.

    Aufruf des bgr und des afbl zur bundesweiten Demonstration am 24.Juli 2004

  • Deutschland greift nach den Sternen. Nicht einmal ein Jahrzehnt nach der Niederschlagung der deutschen Barbarei wurde am 24. Juli 1952 einer der Grundsteine für den Wiederaufstieg Deutschlands gelegt. An diesem Tag wurde die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, oft auch Montanunion genannt, Realität. Aus dieser vorerst wirtschaftlichen Vereinigung im Rahmen der Westanbindung ging ein halbes Jahrhundert später die Europäische Union hervor. Die fortschreitende europäische Integration ist heute weit mehr als eine bloße Wirtschaftsunion und entfaltet im wiedervereinigten Deutschland eine erstaunliche Dynamik auch geschichtspolitischer Dimension. Nach dem Vertrag von Maastricht 1992 steht mit der bevorstehenden Einigung auf eine gemeinsame europäische Verfassung eine weitere Stufe in diesem Prozess bevor.

    Frühjahr 2004 Weiter lesen ...
  • Ihr seid nicht vergessen!

    Kategorie: asozial

  • Hintergrundtext zur Ausstellung "Ihr seid nicht vergessen!"

    In dem KZ Uckermark waren vor allem Mädchen und junge Frauen inhaftiert, die nicht dem Bild der deutschen „Volksgemeinschaft“ entsprachen.
    Die „Volksgemeinschaft“ war eine der tragenden Säulen nationalsozialistischer Ideologie. Sie sollte möglichst homogen sein – wer nicht in das Bild passte, wurde von der deutschen Bevölkerung und staatlichen Institutionen scharf beobachtet, verfolgt, separiert, ermordet. Neben Juden und Jüdinnen, die von vornherein aus der „Volksgemeinschaft“ ausgeschlossen waren, galten auch Menschen mit als von der Norm abweichendem Verhalten kategorisierten, v.a. in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Sexualität, als nicht dazugehörig. Sie wurden als „minderwertig“ und „gemeinschaftsunfähig“ klassifiziert und als „Asoziale“ bezeichnet.

    CEE IEH #103 Oktober 2003 Weiter lesen ...