• Sag mir, wo du stehst

    Dokumentation des Diskussionsbeitrages des AFBL der Veranstaltung am 29.11.2016 im Conne Island

  • Lange Zeit galt Leipzig als Hochburg der israelsolidarischen Linken. Während es in den alten Bundesländern eine außerparlamentarische, altlinke, antiimperialistische Tradition gab, die sich traditionell gegen Israel richtete, war das in den sogenannten neuen Bundesländern – insbesondere in Leipzig – etwas anders. Ob das Fehlen der Alt-68er der einzige Grund war, sei dahingestellt, aber in Leipzig etablierte sich insbesondere während der zweiten Intifada rund um das Conne Island eine israelsolidarische Linke und eine israelsolidarische Antifa. Zugleich entstand eine Diskussionskultur, in der galt (und hoffentlich auch noch immer gilt), dass man trotz tiefgreifender Konflikte und harter, inhaltlicher Auseinandersetzungen dennoch miteinander diskutiert. In den letzten Jahren ist es in Bezug auf das Thema Israel stiller geworden.

    CEE IEH #239 März 2017 Weiter lesen ...
  • »Im Iran herrscht ein religiöser Faschismus«

    Interview mit Fathiyeh Naghibzadeh

  • Fathiyeh Naghibzadeh, die vor zwanzig Jahren aus dem Iran ins Exil nach Deutschland gegangen ist, studiert an der Berliner Humbold Universität Gender Studies und Erziehungswissenschaften. Im Rahmen eines Gender Studies Seminar entstand der Film Kopftuch als System, in dem Exiliranerinnen und ihre Position als politische Frauen im Iran und in Deutschland porträtiert werden. Der antifaschistische Frauenblock Leipzig (AFBL) befragte Fathiyeh Naghibzadeh unter anderem zur Stellung von Frauen im Iran und den Diskussionen in Deutschland.

    PHASE 2: Seit der Wahl Ahmadinejads und der Konferenz »A World without Zionism« sowie dem Streit um das Atomprogramm, ist der Islamismus im Iran verstärkt in der Diskussion in Deutschland. Kann man hierbei von einer neuen Entwicklung sprechen? 

    Fathiyeh Naghibzadeh: Wenn man die neuere Entwicklung im Iran betrachtet, sollte man schon 1990 anfangen.

    Phase 2: 22 Winter 2006 Weiter lesen ...
  • Kopftuch als System

    Einleitung zur Veranstaltung mit Fathiyeh Naghibzadeh am 04.10.2006 im Conne Island

  • Die Diskussion über Unterdrückung von Frauen im Islam hat in den vergangenen Jahren an medialer Präsenz gewonnen und wird in einem breiten gesellschaftlichen Kontext wahrgenommen und diskutiert. Die Rolle der Frauen, die nur in Abhängigkeit zu Männern gedacht und nur in ihrer Mutterrolle geachtet werden, wird vermehrt kritisiert. Zum einen liegt dies an der öffentlich geäußerten Kritik betroffener Frauen. Zum anderen vermehrte sich angesichts des Terrorismus nach dem 11.

    CEE IEH #137 November 2006 Weiter lesen ...
  • Festung Europa niederreißen – Smash Fortress Europe

    Redebeitrag bei der antirassistischen Demo am 10.12.2005 in Leipzig

  • Rassismus und Ausgrenzung sind elementarer Bestandteil der europäischen Union. Jedes Bündnis bedeutet eine Abgrenzung nach außen. Im Falle der europäischen Union ist diese Abschottung besonders brutal, wovon die tausende ertrunkenen, erstickten, erschossenen Menschen, die diese Grenzen passieren wollten, zeugen.

    Die europäische Asyl- und Einwanderungs- bzw. Abschottungspolitik ist ein grundlegendes Element europäischer Vergemeinschaftung. Wenn sich die Mitgliedsstaaten auch in Bezug auf Beitragszahlungen oder Agrarpolitik uneinig sind, können sie sich zumeist schnell einigen, wenn das Grenzregime verschärft werden und Migration verhindert werden soll.
    Kurzum: auf keinem Gebiet wurde in den letzten Jahren so viel, so schnell und so unbürokratisch vergemeinschaflicht wie in der europäischen Asyl- und Einwande-rungspolitik. Migrationspolitik heißt in Europa in erster Linie Sicherheitspolitik.

    Dezember 2005 Weiter lesen ...
  • Interventionskomplexe

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    Antisemitismus des Nationalsozialismus entronnen, ist es eben die Schutzfunktion, die
    die Notwendigkeit des Staates deutlich macht. Darin zeigt sich der innere Zusammenhang
    einer israelsolidarischen Haltung mit der Kritik am Antisemitismus. Wenn in linken
    Kontexten dagegen zwar antisemitische Erscheinungsformen geächtet werden, zugleich
    aber gegenüber Israel geschwiegen oder gar ein Unbehagen gehegt wird, dann wu
    Zwei große Bündnisse bespielen mit ihren Mobilisierungen derzeit die radikale Linke in
    Deutschland: ums Ganze! und die Interventionistische Linke (IL). Beide werden –
    obschon in unterschiedlicher Qualität, so doch – als Avantgarde linksradikaler
    Intervention wahrgenommen.
    (K)eine Diskussion. Antisemitismus in der radikalen Linken, Broschüre, hrsg. von TKA, Antifa Neukölln Januar 2018 Weiter lesen ...
  • Redebeitrag auf der "Tag der Jugend"-Demo in Lepzig

  • Am Samstag, den 15.05. fand auf dem Leipziger Augustplatz eine pro-palästinensische Demonstration statt. Dort wurden antisemitischen Parolen skandiert, die israelsolidarische Gegendemonstration angegriffen und im Nachgang Personen, die  Israel Flaggen bei sich trugen attackiert. Die Stadt Leipzig, die einst als Hochburg der Antideutschen galt, wird nun in der Innenstadt mit „free palestine“ - Plakaten geflutet. Auf Spontandemos und Kundgebungen rufen Teilnehmer/innen judenfeindliche Sprüche wie "Kindermörder Israel" oder wünschen sich eine Welt ohne Israel zB mit dem Spruch "Palestine is free from the river to the sea". Auch der wöchentliche Samstagsmarkt auf der Eisenbahnstraße war dementsprechend plakatiert. Autokolonnen mit schreienden Männern fuhren mit Palästinensischen Flaggen durch den Leipziger Osten. Und auch in Connewitz wurden israelsolidarische Plakate übermalt.

    01.06.2021 Weiter lesen ...